Usbekistan - eine Reise ins Märchenland

Usbekistan kompakt

Usbekistan kommt uns vor wie ein riesengroßes Freilichtmuse­um. Es ist ein Binnenstaat mitten in Zentralasien und mitten auf der Alten Seidenstraße. Die Städte Usbekistans, wie Samar­kand, Buchara und Chiwa blenden mit Schönheit ihrer wichtigs­ten Attraktionen, die zu Ikonen der Seidenstraße geworden sind. Das Land ist stolzer Besitzer von einigen der schönsten archi­tektonischen Schmuckstücke unter den Ländern der berühmten Seidenstraße, mit komplizierten islamischen Fliesenarbeiten, türkis Kuppeln, Minaretten und erhaltenen Relikten aus der Zeit, als Zentralasien das Zentrum der großen Reiche und Wissen­schaft war.

Usbekistan hat eine Fläche von 447.400 km² und liegt umgeben von Turkmenistan, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan. Im Süden grenzt Usbekistan an ein kleines Stück von Afghanistan.

Usbekistan besteht im größten Teil aus Wüsten und Steppen. Nur im Osten des Landes steigt die Steppenlandschaft zu meh­reren erdbebengefährdeten Gebirgszügen. Die fruchtbaren Bö­den, wo die Mehrheit der Bevölkerung lebt, befinden sich in den Tälern, besonders an drei Flüssen: Amoudarya, Syrdarya und Zerafshan. Nur knapp 3% der Staatsfläche sind bewaldet.

Unsere Reiseangebote für Usbekistan

Eine Zugreise durch Usbekistan TASCHKENT – BUCHARA – SAMARKAND – CHIWA – TASCHKENT, 11 Tage

Eine Zugreise nach Usbekistan und Kasachstan, 14 Tage

Mit dem Zug entlang der alten Seidenstraße in Zentralasien - eine Reise nach Usbekistan, Kasachstan und China, 15 Tage

Unterkunft in Usbekistan
(Taschkent, Samarkand, Chiwa und Buchara)

Wir können Ihnen überall in Usbekistan eine gut gelegene und von uns geprüfte Unterkunft anbieten. In den meisten Städten sind die von uns ausgewählten Hotels im Stadtzentrum und nah am Bahnhof. Da, wo der Bahnhof weit vom Stadtzentrum liegt, bieten wir eine gute, möglichst nah am Bahnhof gelegene Unterkunft im Stadtzentrum an.

Unterkunft, Besichtigungsprogramme und Transfers in Taschkent

Unterkunft, Besichtigungsprogramme und Transfers in Samarkand

Unterkunft, Besichtigungsprogramme und Transfers in Buchara

Unterkunft und Besichtigungsprogramme in Chiwa/Xiwa
(inkl. Transfers von Urgench nach Chiwa/Xiwa)

Bevölkerung und Sprache in Usbekistan

In Usbekistan leben 25 Millionen Menschen. Die meisten von ihnen sind Usbeken (80%), Tadschiken (5%), Russen (5%) und Ka­sachen (7%). Die Usbeken gehören zu den Türkvölkern. Ihre Sprache gehört der türkisch-altaischen Sprachfamilie an. Offizielle Landessprache ist Usbekisch, weit verbreitet ist aber in dem Land auch Russisch. Im Raum Samarkand und Buchara spricht die Bevölkerung auch Tadjikisch. Englisch wird in größeren Städte wie Taschkent und Samarkand unter jungen Menschen immer be­liebter.

Währung in Usbekistan

Landeswährung ist der Usbekische Soum (Sum). In offiziellen Wechselstuben können alle gängigen Währungen (US Dollars, Eu­ros) umgetauscht werden. Kreditkarten werden nicht überall angenommen. Überall wird mit der lokalen Währung bezahlt. Es ist empfehlenswert, in kleineren Städten wie Chiwa oder Khoresm genug Bargeld in der Landeswährung zu haben.

Usbekistan – die beste Reisezeit

Klima in Usbekistan ist deutlich kontinental, mit relativ niedriger Luftfeuchtigkeit im Sommer. Der kälteste Wintermonat ist der Ja­nuar mit Durchschnittstemperatur von -8ºC. Es können aber im Winter auch -35-38ºC werden. Der heißeste Sommermonat ist Juli. Die maximale Sommertemperatur kann 42ºC übersteigen. Auf Grund der sehr hohen Temperaturen im Sommer als auch sehr kal­ten Wintern sind die Monate März bis Juni sowie September bis November für eine Reise nach Usbekistan am besten geeignet.

Feiertage in Usbekistan

  • 01. Januar - Neujahr
  • 08. März - Weltfrauentag
  • 21. März - Navrus Frühlingsfest
  • 01. Mai - Tag der Arbeit
  • 09. Mai - Tag der Erinnerung, früher Tag des Sieges (UdSSR)
  • 01. September - Mustaqilliq Unabhängigkeitstag
  • 01. Oktober - Lehrertag, offizieller Feiertag
  • 08. Dezember - Verfassungsfeiertag

Touristische Attraktionen in Usbekistan: Zauber aus 1001 Nacht

Samarkand, Buchara, Shakhrisabz und die Oasenstadt Chiwa galten schon immer als Inbegriff orientalischer Schönheit und als Knotenpunkte der legendären Seidenstraße.

Taschkent

Gelegen im Tal des Flusses Chirchik ist die Hauptstadt von Us­bekistan eine der dynamischsten Städte in ganz Zentralasien. Es ist eine multiethnische Metropole mit über 2,5 Millionen Ein­wohner.

Nach dem großen Erdbeben 1966 wurde Taschkent wieder auf­gebaut als eine moderne Stadt mit breiten Alleen und großen Parkflächen. Nur noch die Altstadt im Westen des Stadtzen­trums erinnert an den alten Glanz.

Sehenswert in Taschkent sind die Koranschulen, Kukeldash Ma­drasa, die als Museum restauriert wird, Barak-Khan Medrese und das Kaffali-Shash Mausoleum, der Basar, einige traditionel­le Handwerkszentren und verschiedenen Museen wie das Kunstmuseum, das eine Sammlung von Gemälden, Keramik und den Bukharan königlichen Roben beherbergt. Außerdem lohnt sich ein Ausflug mit der Taschkenter Metro, da auch die U-Bahn-Stationen sehenswert sind.

Samarkand

Samarkand ist eine der ältesten Städte der Welt (bei alten Grie­chen als Marakanda bekannt), gegründet vor über 5000 Jahren, war eine der wichtigsten Handelsstädte der alten Seidenstraße. Unter dem Herrscher Timur Amir (Tamerlan) wurde die Stadt im 14. Jh. zu einer der größten Metropolen der Welt und hat sich in ein kulturelles Zentrum von Zentralasien verwandelt, ge­schmückt mit spektakulären Moscheen und Koranschulen. Mit prächtigen blauen Fliesenkoranschulen auf 3 Seiten umge­ben: der Ulugbeg Medrese (1420), der Sher-Dor Medrese (1636) und der Tillya- Kari Medrese (1636) ist Registanplatz die Hauptsehenswürdigkeit und das Herzstück der Stadt, wenn nicht sogar der ganzen Seidenstraße. Seit Jahrhunderten diente der Platz als Versammlungsort für alle wichtigen Anlässe.

Zu weiteren wichtigsten Attraktionen Samarkands gehört die un­weit von Registanplatz gelegene, riesige Bibi Khanum Moschee (13.-14. Jh.). Benannt wurde sie angeblich nach der chinesi­schen Frau des großen mittelalterlichen Herrschers Tamerlan. Sein Wunsch war, dass diese Moschee die größte und präch­tigste Moschee der islamischen Welt wird. Und das war sie.

Zu den berühmtesten Bauwerken Samarkands gehört auch die Krypta des Timurids- Gur Emir Mausoleums, die eines der cha­rakteristischsten architektonischen Werke von ganz Zentralasien ist. Das 1428-1429 im Nordosten der Stadt gebaute Observato­rium - die Sternwarte von Samarkand, war eines der bedeu­tendsten und modernsten seiner Zeit.

Buchara

Westlich von Samarkand gelegen, ist Buchara eine der ältesten und bedeutendsten Städte Usbekistans. Ihr Name bedeutet "der Ort des Glücks". Diese Oasenstadt ist eine der ältesten Städte Mittelasiens. Die Stadt began 1997 eine offizielle 2.500-Jahr-Feier. Die Wissenschaftler behaupten aber, dass das Territorium des heutigen Bucharas bereits seit ungefähr 5000 Jahren bewohnt war.

Am Rande einer Oase mitten in einer Wüste gelegen, war Bu­chara ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der südlichen Sei­denstraße, was zu ihrem legendären Reichtum führte.

Einst war sie ein Zentrum der islamischen Lehre, welches in der gesamten islamischen Welt berühmt war. Diese ruhige Stadt kann stolz auf über 140 Architekturmonumente sein. Als Wahr­zeichen der Stadt gilt das kleine Torhaus Tschor Minor mit sei­nen vier Minaretten und das älteste vollständig erhaltene Ge­bäude der Stadt - Samanidenmausoleum, außerdem Arche, die Festung der Stadt, in der bis 1920 der Emir von Buchara seinen Sitz hatte. Es lohnt sich ein Ausflug zu der in der Nähe der Stadt gelegenen Sommerresidenz des letzten Emirs Bucharas - Sito­rai Mohi Kosa oder in den knappe 5 km von Buchara entfernten Pilgerort - Tschor Bakr.

Chiwa

Chiwa ist eine faszinierende Wüstenstadt. Sie besteht aus ei­nem Labyrinth von engen mittelalterlichen Gassen mit Medre­sen (Koranschulen), Moscheen und Palästen, die Fantasie der Märchen aus 1001 wecken. Die Stadtfestung Ichan Kala be­wahrt diese märchenhafte Stadt schon seit Jahrhunderten. Der Palast Tasch Haulimit mit seinen charakteristischen Ornamen­ten gilt als Meisterwerk orientalischer Architektur. Sehenswert sind hier auch die Medresen, wie die Medrese Amin Khan, mit dem unvollendeten Minarett Kalta Menar, die Medrese und das Minarett Islam Hodscha, die Medrese Rahim Khan und zahlrei­che andere Medresen.

Zugverbindungen in Usbekistan

Die Usbekische Bahn bietet eine bequeme, zuverlässige und preis­werte Möglichkeit, die touristischen Highlights des Landes zu er­kunden. Leider sind nur die größten Städte Usbekistans an das Schienennetz angeschlossen. Die Züge fahren von Taschkent nach Samarkand, Buchara, Urgench und Chiwa. Sie genießen aber einen guten Ruf vor allem, wenn es um Komfort geht.

Schlafzüge in Usbekistan

Auf allen langen Strecken verkehren meistens noch Züge aus den sowjetischen Zeiten, sind aber modernisiert und komfortabel. Die Preise für die Fahrkarten der Usbekischen Bahn unterliegen Saisonveränderungen ähnlich wie bei der Russischen Bahn. Tickets sind in fol­genden drei Preisklassen verfügbar:

  • 1. Klasse = Schlafwagen, 2-Bett-Abteile
  • 2. Klasse = Schlafwagen, 4-Bett-Abteile
  • 3. Klasse = Großraum-Schlafwagen ohne abschließbare Abteile

Hochgeschwindigkeitszüge Afrosiyob

Seit Oktober 2011 verkehren auf der 344 km langen Strecke zwischen Taschkent und Samarkand Hochgeschwindigkeitszüge „Afrosiyob“. Die Reise dauert nur etwa 3,5 Stunden. Diese Züge verfügen über einen Restaurantwaggon. Tickets für diese Züge sind in folgenden drei Preisklassen verfügbar:

  • VIP Klasse = 11 Sitze im Waggon
  • Business Klasse = 26 Sitze im Waggon
  • Economy Klasse = 36 Sitze im Waggon

Internationale Zugverbindungen mit Usbekistan

Internationale Züge verbinden Usbekistan mit Almaty in Ka­sachstan; Moskau, Ufa, Tschelabinsk, St. Petersburg und Nowo­sibirsk in Russland und Charkow in der Ukraine. Von Almaty gibt es weiterhin Anschlusszüge nach Urumtschi in China.

Usbekistan – Visa und Formalitäten

Touristenvisum für Usbekistan

Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise nach Usbekistan nur mit einem gültigen Visum möglich. Dies wird vor Reiseantritt durch die Auslandsvertretungen der Republik Usbekistan in Deutschland für einen genau umrissenen Zeitraum und einen genau angegebenen Reisezweck erteilt.

Touristenvisum (Kategorie „T“) kann den Aufenthaltsdauer von 30 Tagen nicht überschreiten. Benötigte Dokumente:

  • Reisepass im Original + Kopie der ersten zwei Seiten
  • ein mit englischer US-Tastatur und zwingend online (nicht per Hand) ausgefüllter Visaantrag
  • ein Passbild
  • Einladung einer Reiseagentur aus Usbekistan

Für Staatsbürger von Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Japan, Österreich, Spanien und der Schweiz ist eine Bestäti­gung des Einladungsbriefes durch das usbekische Außenminis­terium nicht erforderlich.

Visaservice für Usbekistan

Für alle, die Ihren Aufenthalt bei Privatpersonen (Bekannten, Verwandten oder Freunden) planen, ist ein Privatvisum (Typ „PV 1“) erforderlich. Visa für Privatreisen müssen von der einla­denden, in Usbekistan wohnhaften Person oder in Usbekistan ansässigen Organisation, bei der die Beherbergung erfolgen soll, beim usbekischen Außenministerium beantragt werden, und nicht beim Konsulat.

Registrierung in Usbekistan

Alle Touristen sind seit dem 1. Juni 2010 verpflichtet, sich inner­halb von 72 Stunden in einem Hotel anzumelden.

Zolldeklaration bei Ankunft in Usbe­kistan

Bei Ankunft in Usbekistan wird die Zolldeklaration in zwei Aus­fertigungen ausgefüllt. Es wird empfohlen, die genaue Anzahl der einführenden Auslandswährung und der Wertsachen, ein­schließlich teuren elektronischen Geräten anzugeben. Eine Ko­pie der Zolldeklaration wird der Zollbeamte behalten, die zweite Ausfertigung mit Zollnoten und Stempeln wird Ihnen zurückge­geben und muss bis zum Ende der Reise obligatorisch aufbe­wahrt werden. Bei Rückreise ist es den Reisenden erlaubt, so viel Auslandswährung und Werte auszuführen, wie es in der Zolldeklaration steht, d.h., so viel, wie mitgebracht wurde, nicht mehr.

Ausreise aus Usbekistan mit Kunst­handwerk und Souvenirs

Es wird empfohlen, ordnungsgemäße Dokumentation (wie z. B. Quittungen) für alle in Usbekistan gekauften Handarbeiten und Souvenirs bis zu Ausreise aufzubewahren. Die Zollbeamten können entsprechende Dokumentation verlangen, um sicherzu­stellen, dass Gegenstände von kulturellem Wert oder Antiquitä­ten nicht illegal exportiert werden.

Der Aralsee – eine unvorstellbare ökologische Naturkatastrophe

Der ehemals viertgrößte Binnensee der Welt liegt im südwestli­chen Kasachstan und im nordwestlichen Usbekistan. Amu-Darja und Syr-Darja, seine größten Zuflüsse transportieren große Wassermengen in den Aralsee. Heute misst der Aralsee nicht einmal die Hälfte seiner damaligen Größe. Das Wasservolumen des Sees ist sogar um 90% zurückgegangen.

Schuld daran ist die Bewirtschaftung der Wüste, die mit Hilfe langer Kanalsysteme in fruchtbares Land verwandelt werden sollte. Die Planwirtschaft sah vor, riesige Baumwollplantagen anzulegen und diese durch die Entnahme an Unmengen von Wasser der beiden Hauptzuflüsse, dem Amu-Darja und dem Syr-Darja, zu bewässern. Dieser Plan ist gelungen. Heute ist Usbekistan der sechstgrößte (laut manchen Quellen viertgrößte) Produzent der Baumwolle der Welt. Die Nebenwirkungen sind aber nicht zu übersehen – die Baumwollplantagen haben dem See sein Wasser geraubt.

Heute wächst auf 95% der nutzbaren Fläche Usbekistans Baumwolle, die mit Wasser bewässert wird, das dem Aralsee fehlt. Eine deutliche Verringerung der Anbauflächen würde die Umwelt entlasten. Aber für die überwiegend auf dem Land le­bende Bevölkerung ist das die wichtigste Einkommensquelle.

Informationen über Usbekistan im PDF-Format

 


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