Die Bedingungen in den Zügen und Waggons - Ihre Meinung dazu aus dem Jahr 2012

Zug 24 nach Peking: Der Zug war mit chinesischem Personal ausgestattet. Hier haben wir also den ersten Eindruck von chinesischer Hygiene bekommen. Wirklich alles war dreckig und hat gestunken. Der Grenzübergang von der Mongolei nach China war allerdings wirklich ein Erlebnis was wir so schnell nicht vergessen werden. Mehrere Stunden hin und her rangieren, Pass-Kontrolle, Zug nicht verlassen, keine Toiletten und dann auch noch der Wechsel der Fahrgestelle - das war schon wirklich abenteuerlich ;-)

22.12.2012


Es hat alles gut geklappt und ist planmäßig verlaufen. Die Busfahrt war eine Bereicherung, alle Hinterlegten Unterlagen haben wir rechtzeitig bekommen. Die Zugfahrt war ok, aber 7 Tage am Stück möchte ich damit nicht fahren, insofern war das so genau richtig. Wenn der Speisewagen gut ist, dann ist alles gut, wir hatten drei verschiedene, der Mogolische war am besten, der Chinesiche war unterirdisch.

09.11.2012


Wir hatten sehr nette Zugbegleiterinnen in unserem Wagon, alles war sehr sauber und wir sind sehr bequem gereist. Der freie Platz wurde mehrmals neu besetzt von anderen russischen Reisenden. Von Nowosibirsk bis Ulan Ude ist eine ältere Buryatin bei uns mitgereist. Sie hat uns ein paar Tips gegeben, wir haben uns nett mit ihr unterhalten (soweit das ging) und sie war dann geradezu enttäuscht, als sie uns nicht noch ein Taxi bestellen sollte, weil es bei der Ankunft in Ulan Ude geregnet hat, sondern wir gleich zu Fuss zum polnischen Kulturzentrum "Nadzieja" gelaufen sind.

Auch die Aufenthalte waren spannend und wir konnten uns schon an den Bahnsteigen und in der Nähe der Bahnhöfe leckere russische Spezialitäten kaufen.

19.09.2012


Die Reise mit der Transsib war durchwachsen. Der erste Teil in der 1. Klasse war super, guter Service und eine freundliche Zugbegleiterin. Die 2. Klasse war dann jedoch schon eine hygienische Herausforderung, sowohl im Abteil als auch insbesondere auf der Toilette: zum Teil kein Klopapier, es stank und war einfach nicht angenehm. Im letzten Teil mit der Transsib von Nowosibirsk nach Irkutsk stank es im ganzen Waggon. Die Schaffnerin war außerdem absolut unfreundlich als wir eingestiegen sind. Sie konnte/wollte - so vermuten wir - nicht verstehen, dass wir das ganze Coupé gemietet hatten und die Situation war sehr unangenehm. Ich habe in meinem Reise know how-Buch gelesen, dass die Züge schlechter werden je höher die Zugnummern werden. Wir hatten 340 und 350, wenn ich mich richtig erinnere. 

18.09.2012


Die Reise hat mir sehr gut gefallen und war sehr interessant. Im Zug waren vorwiegend russische Reisende, keine Touristen. Das war eine sehr tolle Erfahrung. Mit den gebuchten Plätzen war ich sehr zufrieden. Genauso habe ich mir das Coupé auch vorgestellt. Die zweite Klasse war bequem, jedoch nicht ganz sauber. Das hatte ich aber auch nicht anders erwartet. Der Schaffner war sehr freundlich und hat sich sehr um uns bemüht.

07.09.2012


Die Transsib hat ihren Ruf weniger wegen der Landschaft, mehr durch die Art des Reisens und den Kontakt zur Bevölkerung; in den Reiseführern wird genannt, dass man während der Sommerzeit vermehrt auf Touristen trifft und der Kontakt mit der Bevölkerung eher gering ist. War bei mir nicht der Fall:

Auf der Fahrt von Moskau nach UB war ich mit einer russischen Familie Vater/Tochter/und ihr Kleinkind/sowie Bruder bzw. Freund im Abteil. Sie stiegen am nächsten Tag aus, für den Rest der Reise hatte ich das Abteil für mich allein. Der Wagon war etwa 3/4 voll, überwiegend mit russischen Reisenden. Als wir los fuhren, hielt ich mich im Gang des Waggon auf, solange das Mädchen mit dem Kleinkind sich im Abteil einrichtete. Kaum losgefahren packten die Russen aus dem übernächsten Abteil schon die Plastikbecher und Wodka aus, so schnell einer davon blau war, hat er wohl bereits vor dem Zug 'vorgeglüht'.

Auf der Rückfahrt von UB nach Moskau war ich von UB bis Irkutsk mit einer pensionierten russischen Lehrerin im Abteil. Wir unterhielten uns den ganzen Tag und wenn ich oft das eine oder andere nicht verstand, umschrieb sie es mit einfacheren Worten. Natürlich bestand sie darauf, dass ich von ihren mitgebrachtem Essen probiere :-)

Auf der Rückfahrt von UB nach Moskau war der Waggon nur halb belegt, überwiegend mit Touristen. Ein Teil stieg am nächsten Tag in Irkutsk aus und machte Station am Baikalsee, danach war es im Zug noch leerer. Die Köchin des Speisewagens ging immer wieder mit einem Korb Kleinigkeiten durch den Zug und wies darauf hin, dass der Speisewagen geöffnet ist. Es war eine große Freude für sie, wenn man gelegentlich in den Speisewagen zum Essen kam und ihr danach das Kompliment machte, dass es lecker geschmeckt hat. Es verirrte sich selten jemand in den Speisewagen und wenn die Touristen nicht wären, wäre der Zug recht leer. Die russischen und chinesischen Fahrgäste versorgten sich während der Fahrt zumeist mit mitgeführten Fertiggerichten mit heißem Wasser aus dem Samowar.

Von Moskau nach UB waren vereinzelt noch 'Babuschkas' am Bahnsteig, die teils schnell und etwas verdeckt aus der Handtasche Kartoffel u.a. verkauften. Von UB nach Moskau zurück waren dann gar keine mehr da. Ich schätze, sie werden von den Bahnhöfen ferngehalten, da sie ungeliebt Konkurrenz zum Speisewagen und zu den Kiosken am Bahnhof/Bahnsteig sind (am Kiosk hing jeweils die Lizenz, welche sicher auch bezahlt werden muss). So werden die 'Babuschkas' mit der Zeit wohl russische Geschichte werden.

Die Fahrt selbst war gar nicht so langwierig, als ich befürchtete: Bei Abfahrt ein halber Tag, dann drei ganze Tage und bei der Ankunft wieder ein halber Tag. Der Grenzübertritt Russland/Mongolei zog sich mit ca. 5 Std. schon sehr (2 Std. Ausreise, 3 Std. Einreise nach passieren der Grenze); die Toiletten sind natürlich versperrt, man sollte sich also mit essen und trinken schon darauf vorbereiten.

Fährt man die Transsib nur 1 x und fliegt dann die andere Strecke, so finde ich die Richtung UB - Moskau besser. Man hat den langwierigen nervigen Grenzübertritt gleich zu beginn, wenn man noch frisch und ausgeruht ist. Die Waggons sind leerer, als wenn man von Moskau aus startet. Die Richtung UB - Moskau ist auch preislich günstiger.

17.08.2012


Der Zug nr. 3 war ein sehr schöner Zug, mit Speisewagen und Duschen. Der Zug nr. 5 (oder nr. 6) war sehr sauber, wir hatten keine Klimaanlage aber wir konnten die Fenster öffnen. Das Zugspersonal war sehr nett und hilfsbereit (bei allen Zügen). Nur dieser Zug hatte keine Dusche und auch keinen Speisewagen, da die Fahrt aber nur ein bischen mehr wie 24h dauerte, war dies kein Problem.

 

Bei der letzten Zugsfahrt von Irkutsk nach Moskau Zug nr. 339, war es schon einbischen mühsam, dass es keine Duschen und keinen Speisewagen gab. Z. T. waren die Stopps zu kurz um den Zug zu verlassen oder wir hatten Stopps an Bahnhöfen ohne Einkaufmöglichkeiten. Es war sehr heiss (über 35 Grad) in den Zügen, es gab keine Klimaanlage und wir konnten die Fenster nicht richtig öffnen. Aber wir fanden dies als gute Erfahrung und die Reise war wunderschön.

 

Gerne möchte ich mich nochmals bei Ihnen bedanken, für die gute Beratung und für das organisieren unserer Reise.

13.08.2012


Zug Nr 350 Irkutsk - Uland Ude und Busfahrt Ulan Ude - Ulan Bator: Eine echte Alternative zum üblichen Zug Nr. 362 von Irkutsk nach Ulan Bator.

Die Waggons: Im Zug Nr. 2 (Rossija) waren neue russische Waggons im Einsatz. Wir hatten 2. Klasse, sauber, die Toiletten wurden an den Bahnhöfen nicht geschlossen. Der Zug Nr. 4 (die Toiletten wurden an den Bahnhöfen geschlossen) hatte chinesische Waggons. Wir hatten dort 1. Klasse, die 2. Klasse bei den neuen russischen Waggons im Zug Nr. 2 war nach unserer Einschätzung jedoch qualitativ besser als die 1. Klasse in den chinesischen Waggons von Zug Nr. 4 (insbesondere Sanitär).

25.06.2012


Mit den Tickets und Visa hat alles sehr gut geklappt. Auch die Abholung in Moskau war kein Problem. Die Plätze im Abteil, sowie der Wagen, direkt vor dem Speisewagen, waren klasse. Wirklich alles zu unserer Zufriedeheit. Vielen Dank nochmal für die gute Vorbereitung, alles war so, wie wir es uns vorgestellt hatten.

18.06.2012


Die Bahnfahrten waren wunderbar. Die drei Tage Fahrt von Irkutsk nach Moskau gingen erstaunlicherweise vorbei wie im Flug, obwohl sie in der Vorschau ewig zu dauern scheint. Das Personal in den Zügen war immer sehr nett und die Wagen und Abteile gut gepflegt. Es gibt kaum etwas Entspannenderes als diese Bahnfahrt. In irgendeinem Reiseführer stand, dass die Fahrt etwas von einem sehr langen Picknick hat. Da ist was dran! :-) Schade nur, dass es die berühmten Verkäuferinnen an den Gleisen nicht mehr gibt. Stattdessen muss man sehen, im oder am Bahnhof in aller Eile etwas zu besorgen. Aber auch das ging (mit Blick auf die Uhr!) immer ganz gut.

Die Fahrtrichtung Ost-West ist wirklich sehr zu empfehlen. Zuerst eine Woche Peking mit der deutlichen Zeitverschiebung zu Deutschland war die richtige Entscheidung. Im Laufe der Zugfahrt langsam die Zeitzonen von hinten wieder einzuholen und mehrere 26-Stunden-Tage zu haben, war richtig toll.

Die Busfahrt nach Ulan Ude war auch noch eine tolle Erfahrung, die eine schöne und interessante Abwechslung zu Bahn darstellte. Die Übernachtung in Ulan Ude war auch sehr gut. 

Ein wenig problematisch war lediglich der Abfahrtsort des Busses in Ulan Bator, den wir unserem Taxifahrer auf dem Plan zeigen mussten. Aber Straßen und Orte in Ulan Bator zu finden, scheint ja ohnehin eine komplizierte Sache zu sein. Und man muss höllisch mit den Taxifahrern aufpassen, vorher mit dem Hotel genau den Fahrpreis klären und unbedingt sein Gepäck möglichst zügig aus dem Taxi räumen. Unser Fahrer wollte das Doppelte von dem, was das Hotel als Preis nannte, worauf wir uns nicht eingelassen haben. Aber das war die einzige etwas unangenehme Situation der gesamten Reise.

16.05.2012



Teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Sie helfen uns und vielen Reisenden bei der Reisevorbereitung und Reiseorganisation.

 


<- Zurück