Die Bedingungen in den Zügen und Waggons

Nachstehend finden Sie alle Feedbacks zu den Reisebedingungen in den Zügen ab dem Jahr 2016 (frühere Reiseberichte finden Sie nach den Jahren sortiert im Hauptmenu).

Die Bahnfahrt, ein tolles Erlebnis: Nach kritischer Prüfung unserer Reisedokumente für alle 4 Plätze im Abteil und unserer Reisepässe durch 2 Schaffner pro Waggon  (eine junge Studentin, die uns viel aus ihrem Leben erzählte und 1 ehemals in der DDR stationierter sehr freundlicher Soldat), durften wir nach Mitternacht endlich unsere Matratzen und Leintücher ausbreiten, Betten und Kissen beziehen, die am Boden nasse aber relativ saubere Toilette aufsuchen und oh Wunder, trotz Rattern und Schaukeln nach einiger Zeit auch sanft einschlafen. Der Samowar für den Kaffee oder Tee zum Frühstück ist eine sehr zweckmäßige Einrichtung, vor allem weil man damit auch die mitgebrachten Trocken-Suppen gut einweichen konnte. Die 2 Toiletten pro Waggon besitzen auch winzige Waschbecken. Manchmal ist der Wasserausfluss am Hahn durch einen Ventilstift im Hahn behindert, man muss dann mit einer Hand kontinuierlich nach oben drücken damit Wasser fließt. Die andere Hand kann dann zur Gesichts-oder Körperpflege verwendet werden. Die Mitfahrer im Waggon, der nur 4-Abteile besaß, waren oft Familien mit Kindern aber alle mit 4 Personen belegt. Manchmal war der Neuzustieg von Leuten mitten in der Nacht, sie mussten sich dann mit ihrem Gepäck bei den "Schlafenden" irgendwie einrichten. Das 4- Abteil für uns 2 Erwachsene war ein wahrer Segen. vielen Dank für diesen Tipp. Noch abenteuerlicher aber dürfte Fahrt in den offenen Waggons ohne Abteile sein (3. Klasse). Dort liegt und sitzt zwischen den Gepäckstücken alles drunter und drüber.

22.08.2017


Die Zugbegleiterin kam von selbst auf uns zu und fragte, wann und was wir essen wollten. Es standen zwei verschiedene Gerichte zur Auswahl. Die Unterbringung im Zug entsprach genau unseren Wünschen. In einem Viererabteil möchten wir, glaube ich, nur ungern mitfahren, man weiß ja nicht, was einem da so als Überraschung bevorsteht.

12.08.2017


Die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn war wie erwartet. Wir hatten bereits im Jahr 2013 eine Fahrt von Moskau nach Irkutsk unternommen so dass das Thema "Transsib fahren" nicht ganz neu war. An den "Zuständen" in der 1. Klasse hat sich nichts geändert; eine derartige Fahrt ist weiterhin empfehlenswert. Auch wenn die Verständigung in anderen Sprachen als der russischen nur sehr sehr begrenzt möglich ist. Das Zugpersonal war freundlich und zuvorkommend; die Abteile und Sanitäranlagen sauber. Dies war auch schon 2013 so. Auch ist die erste Klasse gut klimatisiert.

Was das Abendessen anging, so wurde dies nur am ersten Abend (01.07.2017) gereicht. An den anderen Abenden wurde kein Abendessen gereicht und auch nicht in Aussicht gestellt. Wir haben an diesen Abend im Speisewagen auf eigene Rechnung gespeist.

Auch die Zugreise von Moskau nach Berlin war okay. Einziges Manko war hier dass die Strecke nach Berlin in der gebuchten Wagenklasse ausschließlich "rückwärtssitzend" waren. Der Zug fährt scheinbar nur nach Moskau mit Sitzen in Fahrtrichtung. Die Grenzübertritte waren problemlos. Ansonsten ist der Zug auch pünktlich in Berlin angekommen und war ab Brest sehr gut ausgelastet.

10.07.2017


Die russischen Züge waren in etwa so, wie ich mir das vorgestellt hatte (eng, alt, moderat sauber). Ich hätte allerdings gedacht, dass es auf den einzelnen Stopps mehr Möglichkeiten gibt russisches Essen (Teigtaschen etc.) einzukaufen. Dies war nur an ein, zwei Stopps möglich, bei allen anderen gab es in der Regel ein paar Kiosks an denen man Nudelsuppen, Wasser, Schokoriegel, etc. kaufen konnte. Dafür war ich sehr überrascht vom Bordrestaurant im ersten Zug - durch den Rubel/Euro-Kurs war das Essen sehr günstig und hat ausgezeichnet geschmeckt. Was ich etwas schade fand war, dass wir quasi gar nicht mit Russen oder Touristen an Bord ins Gespräch gekommen sind, weil es entweder russische Familien oder Touristengruppen im Alter 60+ waren - vielleicht hatten wir hier aber auch einfach nur Pech. Müsste ich die Reise irgendjemandem empfehlen, würde ich vermutlich raten auf der Strecke Moskau>Irkutsk einen Zwischenstopp einzulegen, da die drei Tage am Stück im Zug am Ende doch sehr zäh waren. Die Strecken Irkutsk>Ulanbataar und Ulanbataar>Peking würde ich vermutlich sogar fliegen, da ich die Grenzübergange extrem anstrengend fand. In der Mongolei ging es noch, da saßen wir knapp 3 Stunden im Zug, bevor wir raus durften. In China saßen wir jedoch knapp 6 Stunden im stickigen Abteil (ohne A/C, ohne Toiletten, Fenster nicht zu öffnen), während z.B. die Räder der Wagons ausgetauscht wurden. Dafür war jedoch der chinesische Zug deutlich moderner, komfortabler und sauberer als der russische. Auch das wunderschöne Panorama durch chinesische Landschaft am nächsten Tag entschädigte etwas für den langen Grenzübergang.

05.10.2016


wir sind sehr gut und erholt wieder zurückgekommen. Ich muss sagen, es war wirklich einer der erholsamsten Reisen und trotzdem haben wir soviel gesehen und sind so weit rumgekommen. Das hätte ich nicht gedacht, dass es so entspant wird. Uns hat es soooo gut gefallen! :-)

 

Nun zu den Einzelheiten: Wir mussten es zwischendurch einfach immer wieder sagen: Wir waren so froh drum, eine Kabine zur Alleinbenutzung haben. Das würden wir jederzeit wieder so machen. Gerade in der 2ten Klasse, dort hatte man trotzdem Kontakt mit den "Nachbarn" und wir haben uns die Zeit mit denen gut vertreiben können und trotzdem konnten wir (gerade nachts) die Tür zumachen und hatten unsere Ruhe. Zwei Mädels, die wir getroffen haben, meinten sie hätten es von ihrem Reisebüro gar nicht angeboten bekommen und waren sehr neidisch, weil in ihrem Abeil auch ständig ein Wechsel war. Die erste Klasse hat uns im Vergleich sogar weniger gefallen. Klar war es luxeriöser, aber dort war man eher unter sich und hatte kaum Kontakt mit den anderen Fahrgästen. Für die erste Fahrt von St. Petersbug nach Moskau war es noch schön für die Nachtfahrt Ruhe zu haben, aber in der 4-Tages-Fahrt wäre es uns wohl eher langweilig geworden.

25.09.2016


die reise hat hat uns sehr gut gefallen und die Abholung der Tickets vor Ort war völlig unproblematisch. Die ankunftszeitender züge und die Reisetipps waren auch sehr gut und haben zum Gelingen der Tour beigetragen. Am besten haben uns eigentlich die ganz alten Züge mit den Schiebefenstern gefallen, die klimatisierten Züge schalten die Klima beim stop immer aus, wodurch es sich nachts immer wieder hochheitzt. Am schlimmsten sind allerdings die mit den kippfenstern, denn da ist die Luft am dicksten. zu den Plätzen: uns haben tatsächlich die, wie sie dachten schlechtesten Plätze, also auf Sitz 1 &2 am besten gefallen, da die seitlichen Plätze nicht belegt waren und es dadurch etwas ruhiger war. 

05.09.2016


Ich bin das letzte Mal vor etwa 12 Jahren mit diesem Zug gefahren, seitdem hat sich vieles verbessert. Die Kupe haben jetzt einen 220 Volt Stecker, man muss die elektronischen Geräte nicht mehr im Gang aufladen. Die Toiletten sind jetzt wie im Flugzeug und dadurch auch viel sauberer. Die Zugbegleitung ist auch sehr viel professioneller geworden. Die anderen drei Gäste im 4er-Kupe kann man sich natürlich nicht aussuchen, aber ich hatte einigermassen Glück.

Zuerst hatte ich zwei Junge Russen, freundlich aber kein Wort Englisch, aber wir haben uns gut verstanden. Ab Kabarovsk hatte ich dann eine über 70 Jahre alte Babushka als Mitfahrerin, die hat den ganzen Tag Rauchlachs, Zwiebeln und Knoblauch gegessen… und etwa 10 Mal pro Tag ihren Blutdruck gemessen (?)… die alte Dame hatte dort ihre Tochter besucht und fährt jetzt mit dem Zug zurück nach Sotchi!

Danach stiess eine Mutter mit Ihrem Sohn dazu, beide aus Burjatien, sie fuhren nach Tomsk wo der Sohn die Uni anfängt. Er hat ganz passabel Englisch gesprochen und war sehr neugierig, sehr angenehme Leute, haben mich zum mitessen eingeladen, Kekse geschenkt usw.

Später kam dann ein Offizier der Armee dazu, auch ein äusserst angenehmer Zeitgenosse, habe ihm meine Fotos von der Kamtchatka gezeigt, er mir seine von der Familie, vom Auto, vom seinen gefangenen Fischen, von den Ferien auf der Krim usw. In Omsk hat er mir sogar mit meinem Gepäck geholfen, sehr nett.

Ich hatte in Vladivostok Essen für ein paar Tage gekauft, und habe nachher bei den Stopps in den Kiosken eingekauft, dort bekommt man eigentlich alles, sogar Milch und Joghurts. Die Babushki auf den Bahnsteigen sind leider an fast allen Stationen verschwunden…

Einmal habe ich am Abend warmes Essen bekommen, das war etwa wie im Flugzeug, alles ein bisschen pampig halt, und eine gaaaaanz kleine Portion… tags darauf war ich dann im Restaurantwagen und habe dort à la carte gegessen. Das Beef Stroganoff mit Kartoffelstock war richtig gut.

Im Zug hatte es 3 Touristen, ein Schotte, ein Japaner und ich. Der Schotte fuhr im Luxus Kupe alleine (?) habe ihn nur immer bei den Stopps gesehen. Der Japaner war im Kupe gegenüber und eher schweigsam. Er fährt nach Moskau, geht dort zwei Abende in die Oper und fliegt dann wieder zurück nach Osaka!

Nach meinen 12 anstrengenden Trekking-Tagen auf der Kamtchatchka war der TransSib sehr erholend für mich, habe viel gelesen, viel Musik gehört und viel geschlafen. Alles in allem eine sehr schöne Erfahrung.

02.09.2016


wir sind ohne Probleme in Beijing angekommen. Die Abholung und die Plätze waren ebenfalls in Ordnung. Wir hätten uns für die erste Klasse allerdings etwas mehr Service gewünscht. Die Sauberkeit, bzw. die Bereitstellung von Dingen wie Klopapier hat uns nicht überzeugt. Trinkbecher etc. wäre als Austattung zumindest praktisch gewesen. Wir hätten auch gerne einen detaillierten Reiseplan im Zug erhalten. Insbesondere über den Ablauf der Angelegenheiten am Grenzübergang wären wir gerne besser informiert worden. Insgesamt waren wir aber zufrieden mit der Reise und auch mit Ihren Leistungen als Reisebüro.

06.08.2016


wir hatten wirklich eine sehr, sehr schöne Reise, an der Sie natürlich maßgeblichen Anteil hatten, wofür wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken möchten. Ohne übertreiben zu wollen - es hat einfach alles perfekt geklappt, die Organisation war wirklich hervorragend.

einchecken im Zug und Zugabfahrt problemlos, im Waggon war u. a. noch eine deutsche Reisegruppe (bis Baikalsee)

- Wagons älterer Bauart, wie uns eine russische Reisgruppenleiterin erklärte, da die Chinesen die moderneren WC´s nicht  leeren würden, Toiletten daher vor und während Halt auf Bahnhof und Grenze geschlossen, keine Duschen

- Speisewagen zeitweise geschlossen, da die Reisegruppe Vollverpflegung gebucht hatte, aber kein Problem

- das russische Zugpersonal mit dem wir zu tun hatten war wirklich sehr nett und hilfsbereit (2 Wagonbegleiter, Kellner und Koch), die Verständigung über Russisch (hatten wir ja mal in der Schule), aber auch z.T. über Englisch möglich, Zug stets auf die Minute pünktlich

- verpflegt haben wir uns teileweise selbst, entweder am Kiosk oder in der Nähe des Bahnhofs, die Mütterchen die frisch zubereitete Dinge verkaufen gibt es wohl nur noch ganz selten, haben wir nur zweimal angetroffen (kleinere Bahnhöfe im Osten), hat natürlich prima geschmeckt, Essen im Speisewagen ebenfalls sehr gut und sehr vielfältig

21.07.2016



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