Große Chinesische Mauer

Während des Aufenthalts in Peking lohnt sich ein Tagesausflug zu der Chinesischen Mauer, der mit Besichtigung der berühmten Grabstätte der Ming Dynastie verbunden werden kann. Seit 1987 gehört die Chinesische Mauer zum Welterbe der UNESCO. 2007 wurde sie von weltweit 70 Millionen Menschen im Rahmen einer Privatinitiative zu einem der „Neuen 7 Weltwunder“ gewählt. Mit 6.350 km Länge und auch hinsichtlich Volumen und Masse ist die Chinesische Mauer das größte Bauwerk der Welt. Zweifellos handelt es sich um die bedeutendste Kollektivleistung eines Volkes weltweit.

Die Mauer reicht von der Ostküste Chinas und windet sich durch die nordchinesischen Provinzen bis zur Wüste Gobi, durch Steppen über Berge und Täler. Sie besteht aus mehrerer teilweise nicht miteinander verbundener Abschnitte unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Bauweise. Der Bau wurde im 5. Jh. v. Chr. begonnen und bis ins 16. Jh. fortgeführt. Die letzte große Ausbauphase erfolgte in der Zeit der Ming-Dynastie (1368-1644).

Die Mauer sollte das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden, später Mongolen schützen und der besseren Überwachung des Handels dienen. Viele Mauerabschnitte wurden an wichtigen Verkehrswegen erbaut, um diese gut unter Kontrolle halten zu können. Der Warenaustausch wurde unter Aufsicht durch Tunneltore an der Mauer abgewickelt.

Allein die Mauer konnte jedoch zur Verteidigung des Landes nicht ausreichen. Es entstanden deshalb auch zahlreiche Wachtürme, die als Waffenlager dienten und bei Angriffen Schutz für die Verteidiger boten. Außerdem sollten die Wachtürmer die Kommunikation mit der Hauptstadt sichern. Dies wurde durch Sichtabstand der Türme ermöglicht, welche dann die Warnung durch Feuer- oder Rauchzeichen weitergeben konnten. Die Mauer wurde außerdem mit etwa 15.000 vor ihr im freien Feld aufgebauten Signaltürmen bestückt. Von diesen Türmen konnten auch Rauch- oder Feuersignale gegeben werden.

Seit 214 v. Chr. wurde die Mauer nicht mehr in den Tälern, sondern vorzugsweise auf Bergrücken errichtet - es handelte sich dabei um eine besonders kluge, aber auch sehr aufwendige und teure Bauweise. Der Verlauf der Mauer ist strategisch sehr überlegt und folgt immer dem Grat einer Hügelkette, wodurch kaum eine Chance bestand, das Land über die Mauer einzunehmen. Trotzdem gelang es Dschingis Khan im 13. Jh. und den Mandschuren im 17. Jh. die Mauer zu überwinden. Mit der Erfindung der Schusswaffen hatte die Chinesische Mauer ihre Schutzfunktion verloren und die Arbeiten an dem Bauwerk wurden eingestellt.

Die Maße der Mauer sind unterschiedlich. Die durschnittliche Höhe der Mauer lag bei 7-8 Meter. Sie orientierte sich aber an der jeweiligen regionalen Topografie. Im flachen Gelände war sie höher, an sehr steilen Berghängen nur etwa 3-5 Meter hoch. Würde man aus ihren Steinen eine einzige Mauer von fünf Meter Höhe und ein Meter Tiefe bauen, ergäbe sich eine Strecke, die länger als der Erdumfang wäre.

Die Mauer wird heute ständig restauriert. Die Rastaurationsarbeiten werden staatlich finanziert. Jedoch wurden bisher ausschließlich einige Teile der Mauer in der Nähe von Touristenzentren erneuert. Große Teile der Mauer sind in schlechtem Zustand. Die Mauer ist außerdem noch sehr schlecht wissenschaftlich erforscht und beschrieben.

Es ist jedoch wahrscheinlich kein Zufall, dass gerade in der Nähe von Peking die spektakulärsten Teile der Mauer erhalten geblieben sind. Viele Jahrhunderte lang wurde die Mauer gerade in diesem Gebiet am besten instand gehalten, da es aus strategischen Gründen notwendig war. Hier verlief über die Berge der große Verteidigungswall mit zahlreichen Wach- und Signaltürmern und Schießscharten, die in einem relativ guten Zustand erhalten geblieben sind.

Die weltberühmte Chinesische Mauer kann von Peking aus unproblematisch erreicht werden. 70 km nordwestlich von Peking liegt Badaling - der bekannte Vorort, wo die Mauer in einem guten Zustand erhalten geblieben ist. Sie ist dort bis zu 6 m breit und wurde als erstes Teilstück Mitte des 20. Jh. restauriert. Die Wachtürme in Badaling stammen aus der Zeit der Ming-Dynastie (1368–1644). Weitere bekannte Abschnitte der Chinesischen Mauer unweit von Peking sind: Jinshanling, Mutanyu und Simatai. Alle wurden von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Gerne bieten wir Ihnen einen Tagesausflug zu der Chinesischen Mauer, verbunden mit Besichtigung der berühmten Grabstätte der Ming Dynastie an. Der Preis hängt von der Gruppengröße ab (Preisbeispiel: bei 2 Personen kostet der Ausflug 69 EUR pro Person inkl. deutschsprachiger Reiseleitung, Transportkosten, Eintrittskarten und einem Mittagessen). Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

 


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