Bahnreisen in Südostasien: Vietnam, Birma/Burma/Myanmar, Thailand, Malaysia, Singapur

Bahnreisen in Südostasien - allge­meine Informationen

Fast alle Länder Südostasiens lassen sich unkompliziert, güns­tig und bequem auf Schienen erkunden. Dazu gehören ohne Zweifel Vietnam, Birma/Burma/Myanmar, Thailand, Malaysia und Singa­pur. Diejenigen, die eine Bahnreise in Südostasien wagen, er­warten atemberaubende Landschaften, faszinierende Städte und Kulturen.

Knapp 2000 km lang ist die Strecke von Singapur über Kuala Lumpur nach Bangkok. Diese lässt sich weiter mit dem Norden Thailands oder Burma (Birma/Myanmar) verbinden. Mit vielfäl­tigen Natur- und Kulturmerkmalen gehört die Strecke von Bangkok nach Singapur zu den spannendsten Bahnfahrerleb­nissen der Welt. Die drei pulsierenden Metropolen: Singapur, Kuala Lumpur und Bangkok sind schon längst nicht ihre einzi­gen Highlights. Von dichtem Regenwald und himmlischen Stränden, goldenen Tempeln und Plantagen, bis auf magische Kolonialstädte (wie Georgetown) und die berühmte „Kwai-Brücke“: die Strecke bietet unvergessliche Attraktionen und die Möglichkeit, der Geschichte auf die Spur zu kommen.

Für alle, die Vietnam, Singapur, Malaysia, Thailand und Myanmar aben­teuerlich aber sicher auf dem Landweg erkunden wollen, ist eine Bahnreise mit einigen Zwischenstopps zu empfehlen. Mit dem Zug kommt man hier zwar nicht unbedingt schnell voran, aber dafür sieht man sehr viel von den atemberaubenden Landschaften, während man durch die vier Länder zuckelt. Eine Reise mit den Linienzügen in Südostasien ist wie geschaf­fen für Slow Travelers, die auch mit den Einheimischen in Kon­takt kommen und die Länder genauer und intensiver erkunden möchten.

Unsere Reiseangebote für Südostasien

Bahnreise durch Vietnam: von Hanoi über Hue und Da Nang bis nach Ho Chi Minh Stadt (Saigon), 13 Tage

Bahnreise von Singapur durch Kuala Lumpur nach Bangkok, 15 Tage

Mit dem Zug von Singapur durch Malaysia nach Nordthailand (Chiang Mai), 17 Tage

Reisesicherheit in Südostasien

Bahnreisen in Südostasien kann durchaus als sicher eingestuft werden. Die Einheimischen sind sehr hilfsbereit. Auch die Kon­trollen in den Zügen gehören nicht zu Seltenheit - auf den meisten Stationen wird die Passkontrolle vom Sicherheitsper­sonal durchgeführt. Es ist zu empfehlen, sich noch vor der Rei­se in diese Region mit den besonderen Vorschriften, insbeson­dere mit Zollvorschriften vertraut zu machen. Alle nötigen Infor­mationen sind auf der Webseite des Auswärtiges Amtes zu fin­den. Einige präsentieren wir weiter unten unter Zollvorschriften.

Allgemeine Vorsicht ist natürlich immer und überall zu empfeh­len. Lassen Sie wertvolle Sachen nie ohne Aufsicht. Nehmen Sie sie bei Besuch im Restaurantwagen immer mit. Eine kleine Kulturtasche ist dafür sehr gut geeignet.

Reisesicherheit in Vietnam

Generell ist Vietnam ein sehr sicheres Reiseziel. Verbrechen jeglicher Art sind sehr selten. Kleinkriminalität in Form von Handtaschen-Diebstählen kommt in den Großstädten jedoch gelegentlich vor. Auch alleinreisende Frauen sollen sich auf einer „einsamen“ Reise in Vietnam keine größeren Sorgen machen. Natürlich ist leichtsinniges Verhalten zu meiden.

Auch vietnamesische Züge gelten als sicher. Natürlich sollte man aber auf Wertsachen aufpassen und allgemeine Vorsicht bewahren.

Wie in anderen südostasiatischen Ländern wird auch in Vietnam das chaotische Straßenverkehr zur größten Gefahr.

Reisesicherheit in Singapur

Es besteht keine landesspezifische Warnung bezüglich Reise­sicherheit seitens des Auswärtiges Amtes. Das Land ist ein si­cheres Reiseziel. Nicht ohne Grund wird Singapur außerdem als das sauberste Land Asiens bezeichnet. Zu beachten sind hier aber deshalb besondere Zollvorschriften und Vorschriften im Allgemeinen, die auch für die Touristen gültig sind und de­ren Nichteinhaltung mit relativ hohen Strafen bedroht ist: Ta­bakwaren dürfen nur gegen eine Einfuhrsteuer eingeführt wer­den. Achtung: jede einzelne Zigarette, die in Singapur verkauft wird, muss einen Zollstempel haben. Raucher, die mit Zigaret­ten ohne Stempel angetroffen werden, müssen mit einer Strafe von umgerechnet 250,- EUR pro Packung rechnen. Auch Kau­gummis zählen zu unerwünschten Produkten und dürfen nicht nach Singapur eingeführt werden!

Reisesicherheit in Malaysia

Die Sicherheitslage ist grundsätzlich stabil. Es gibt jedoch eine Reisewarnung für den Osten des Bundesstaates Sabah auf der Insel Borneo. Hier waren einige Jahre terroristische Gruppen von den Philippinen aktiv. Man sollte sich trotzdem bewusst sein, dass Malaysia ein stark islamistisch geprägtes Land ist, folglich sollten Sie sich entsprechend respektvoll verhalten und immer bedenken, dass man nur Gast in einem fremden Land ist.

Reisesicherheit in Thailand

Thailand kann als ein sehr sicheres Reiseziel bezeichnet wer­den. Touristen bezeichnen die Menschen dort als freundlich und aufgeschlossen. Auch der Staat tut vieles, damit sich die Touristen wohlfühlen. Deshalb gibt es in den meistbesuchten Touristenstädten eine ganz besondere Institution - die Touris­tenpolizei. Ihre Aufgabe besteht darin, den Reiseaufenthalt der Reisenden so sicher und angenehm wie möglich zu machen, aber auch aufzuklären und zu helfen. Auch Zugreisende kön­nen sich sicher fühlen - die Züge werden von patrouillierenden Polizisten überwacht.

Achtung: in den Zügen und Bahnhöfen in Thailand gilt Rauch­verbot. Verkauf und Konsum von alkoholischen Getränken ist ebenso untersagt.

Reisesicherheit in Birma/Myanmar

Die Besucher bezeichnen Myanmar als ein faszinierendes Land mit freundlichen und aufgeschlossenen Menschen, das einfach und sicher zu bereisen ist. Die wichtigsten Touristenrei­seziele sind tatsächlich problemlos und sicher zu bereisen. Die politische Situation in Myanmar ist allerdings umstritten. Das Auswärtige Amt empfehlt, sich von eventuellen Protestzügen und Demonstrationen fernzuhalten. Es gibt auch Warnungen bezüglich des Kachin State Teilen bzw. nördlichen Shan State, wo weiterhin bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem birmanischen Militär ausgetragen werden.

Die schönsten Zugstrecken und Attraktionen in Südostasien

Wiedervereinigungsexpress von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt

Die über 1700 km lange Strecke zwischen Hanoi und Ho-Chi-MInh-Stadt (ehemals Saigon) ist die längste und (sowohl landschaftlich als auch historisch) die spannendste Bahnroute in Vietnam. Die Bahnlinie wurde während der Kolonialzeit (1936) von den Franzosen gebaut. Bis 1954, als Vietnam geteilt wurde, verkehrten die Züge zwischen den zwei größten Städten des Landes. Während des Vietnamkrieges erlitt die Linie starke Schaden. Doch ziemlich schnell nach der Wiedervereinigung, begann der Aufbau dieser wichtigsten Bahnstrecke des Landes. Seit Ende 1976 fährt die Bahn wieder durch dieses einst geteilte Land.

Heute verkehren auf dieser Strecke mehrere Züge täglich. Der Zug von Hanoi nach Saigon braucht als Expresszug 32 und als Normalzug 40 Stunden. Die Expresszüge fahren täglich in jede Richtung. Die Züge mit der Kennzeichnung „SE“ haben ein bisschen höheren Standard und fahren schneller als die Züge mit Kennzeichnung „TN“. Die Züge mit ungeraden Nummern gekennzeichnet (z.B. SE1, SE3, TN1 etc.) fahren südwärts und die Züge mit geraden Nummern (SE2, SE4, TN2) nordwärts.

Die schönste Bahnstrecke in Vietnam von Hue nach Danhang

Der wohl schönste Streckenabschnitt befindet sich zwischen Hue und Danhang. Der Zug fährt entlang der Südchinesischen Meerküste und schlängelt über dschungelbewachsene Kliffen. Die goldenen Strände und wolkennahe grüne Berge wirken magisch. Der direkt am Meer gelegener Bergpass ist etwa 496 m hoch. Hier liegt auch die natürliche Grenze und Wetterschei­de zwischen Nord- und Südvietnam: der Hai-Van-Pass (auf vi­etnamesisch Wolkenpass), der etwa 20 km lang ist.

Die gesamte magische Route ist ca. 80 km lang. Die Fahrt dau­ert knappe 3 unvergessliche Stunden. Die Reisenden erwarten traumhafte Aussichten aus den Zugfenstern. Da dieser Stre­ckenabschnitt als der schönste in ganz Vietnam gilt, ist bei der Planung einer Bahnreise von Hanoi nach Saigon (oder umge­kehrt) zu empfehlen, diesen tagsüber zu überque­ren.

Bahnstrecke Bangkok – Kuala Lum­pur – Singapur

Die Strecke zwischen Bangkok und Singapur (Umsteigen in Butterworth) kann mit der Bahn in 48 Stunden zurückgelegt werden.

Singapur

Für diesen kleinen Stadtstaat sollte man unbedingt mindestens 2-3 volle Tage einplanen. Der Staat der Wolkenkratzer und ma­gischer Gärten ist ein faszinierender Schmelztiegel verschie­denster asiatischer Kulturen und Religionen mit reichhaltigem kulturellem Angebot.

Kuala Lumpur

Die Hauptstadt Malaysias ist eine kosmopolitische Metropole. Für ihre bunten Märkte und koloniale Bebauung sollte man sich etwa 2 Tage Zeit nehmen.

Butterworth – Penang / Georgtown

Auf der Bahnstrecke zwischen Kuala Lumpur und Bangkok liegt Butterworth – mit seinen Fährhäfen ein perfekter Ausgangs­punkt für Ausflüge auf die Insel Penang und zum gegenüberlie­genden George Town. Dieses reizvolle Städtchen wurde we­gen seines kolonialen Charmes und seiner spannenden Ge­schichte auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenom­men.

Bangkok

Diese asiatische Metropole hat für den Besucher ein reichhalti­ges kulturelles Angebot parat. Die Stadt mit typisch thailändi­schem Flair und herzlichen Menschen wartet auf Sie mit ihren modernen Hochhäusern, goldenen Palastdächern und über 400 Klöstern.

Ayutthaya

Die alte Hauptstadt des Königreichs Thailand ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Selbst schon die Anreise mit der Bahn nach Ayutthaya ist landschaftlich sehr schön. Mit ihren alter­tümlichen Tempeln hat diese Stadt einen ganz besonderen Reiz.

Thailand-Burma-Eisenbahn

Mit der sog. Todeseisenbahn ist die Thailand-Burma-Eisen­bahn eine den prominentesten Bahnstrecken der Welt, berühmt durch die Filme: Die Brücke am Kwai und Gefangen in der Höl­le. Diese Bahnstrecke wurde im Zweiten Weltkrieg von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen gebaut. Nach dem Krieg wurde die Bahnlinie, wegen schlechtem Zustand teilwei­se abgebaut und heute lässt sie sich nur noch mit den Touris­tenzügen bereisen.

Die Stecke lässt sich in 3 Etappen teilen:

  1. Bangkok – Kanchanaburi: eine spektakuläre Zugfahrt so­wohl für Naturliebhaber, als auch für geschichteinteressierte Reisende.
  2. Kanchanaburi – Dawei: die abgebaute Strecke soll am bes­ten mit einem privaten Transfer zurückgelegt werden.
  3. Dawei – Rangoon (Yangon): hier kann die Zugreise wieder fortgesetzt werden.

Kanchanaburi

Die thailändische Provinz mit berühmten Sehenswürdigkeiten besitzt weltberühmte Natur-, Kultur- und historische Touriste­nattraktionen. Knappe 130 km von der Metropole Bangkok ent­fernt ist der Erawan-Nationalpark mit seiner bunten Flora und Fauna und grandiosen Wasserfällen.

Dawei

Die Stadt in unentdecktem Süden Myanmars ist ein perfekter Abstecherort zu den wunderschönen Stränden. Wer sich eine lange Fahrt mit einem birmanischen Zug sparen will, kann die Reise nach Yungan auch mit einem Boot fortsetzen.

Yangon (Rangun)

Bis 2005 die Hauptstadt Burmas, bewahrt heute einen großen Baubestand aus der Kolonialzeit und wohl die bekanntesten goldenen Pagoden des ganzen Landes wie die Shwedagon Pagode und die Sule Pagode.

Eastern Orient Express

Achtung - auf dieser Strecke wird auch eine Luxusbahnfahrt mit dem Zug Eastern Orient Express angeboten. Diese ist um über 1000 EUR teurer. Darüber hinaus ist die Möglichkeit, das Land und Leute sehr nah zu erleben und kennenzulernen sehr ein­geschränkt, da man hauptsächlich bzw. ausschließlich mit westlichen Touristen unterwegs ist. Aus diesen Gründen gehört sie nicht zu unserem Angebot.

Zugreisen in Vietnam

Waggonklassen in Vietnam

Die vietnamesische Eisenbahn bietet den Reisenden ein paar Wagonklassen an:

Soft Sleeper Klasse in Vietnam

Klimatisierter Schlafwagen mit abschließbaren 4-Bett-Abteilen, Betten mit weichen Matratzen.

Hard Sleeper Klasse in Vietnam

Meistens klimatisierter Schlafwagen mit nicht abschließbaren 6-Bett- Abteil, Betten mit etwas dünneren Matratzen (3–5 cm).

Soft Seat Klasse in Vietnam

Gepolsterte Sitzplätze in einem klimatisierten Großraumwagen, oft mit Fernseher.

Hard Seat Klasse in Vietnam

Sitzplätze, Plastik oder Holzsitzfläche. Diese Klasse wird nicht auf allen Strecken angeboten. Fenster können geöffnet wer­den.

Ordinery Hart Seat / Holzklasse in Viet­nam

Sitzplätze (Holzbänke) auf den kurzen Strecken verfügbar.

Touristenwaggons in Vietnam

In den Linienzügen bietet die vietnamesi­sche Bahn auf man­chen Routen (meist in den Zügen SE1/2) auch spezielle Wag­ons „nur für Touristen“. Es handelt sich hier um 4-Bett-Abteile mit höhe­rem Standard.

Zugreisebedingungen in Vietnam

Zugausstattung in Vietnam

Sowohl in den Soft Sleeper als auch in Hard Sleeper Waggons steht rund um die Uhr warmes Wasser zur Verfügung. In der Regel befinden sich die Wasserbehälter im Gang am Ende des Waggons gegenüber vom Schaffner-Abteil. Nach der Abfahrt des Zuges bekommen die Reisenden beider Klassen eines Schlafwagens vom Zugbegleiter die Bettwäsche. Die Toiletten befinden sich an jedem Waggonende. Stromanschluss (110 Volt) ist nur im Gang verfügbar.

Verpflegung in den vietnamesischen Zügen

Fernzüge verfügen in Vietnam meistens über einen Restau­rantwagon. Doch in manchen Zügen sind die Mahlzeiten im Preis der Fahrkarten inbegriffen (z.B. die Fahrkarten der Soft Sleeper Klasse in den Zügen SE1/2). Reisende haben auch die Möglichkeit, sich auf den Bahnsteigen an den Essensständen zu versorgen.

Pünktlichkeit der vietnamesischen Züge

Die Züge in Vietnam verkehren vorwiegend fahrplanmäßig. Ähnlich wie in den anderen Ländern Südostasiens verursacht allerdings auch hier die Regenzeit manchmal sogar mehrstün­dige Verspätungen.

Fahrkartenverkauf in Vietnam

Auch für westliche Touristen ist Bahnreisen in Vietnam kein Ge­heimtipp mehr. All diejenigen, die über eine begrenzte Zeit in Vietnam verfügen, sollen die Karten im Voraus buchen, beson­ders dann, wenn man sich z.B. eine Reise in der Soft Sleeper Klasse wünscht.

Bahnfahrkarten können in der Regel frühestens 60 Tage vor der Abfahrt gekauft werden. Nur für manche Bahnlinien kom­men die Zugtickets bereits 90 Tage vor der Abfahrt in Verkauf, dies gilt allerdings nur für Reisende, die die ganze Fahrstrecke des Zu­ges kaufen.

Internationale Zugverbindungen mit Vietnam

Bahnverbindungen bestehen ausschließlich zu China. Der Zug von Peking nach Hanoi verkehrt zweimal pro Woche in beiden Richtungen. Es gibt auch tägliche Bahn­verbindungen von Hanoi nach Nanning. Da die Spurweite unterschiedlich ist, ist hier Um­steigen an der Grenze notwendig.

Bahnverbindungen mit den benachbarten Ländern Kambo­dscha und Laos bleiben immer noch in Planung.

Zuggasse ("train street") in Hanoi

Im Zentrum von Hanoi befindet sich eine Straße wie viele anderen mit dem einzigen Unterschied, dass hier mitten auf der Straße statt Autos dutzende Züge täglich fahren. In diesem Teil der Welt ist das keine so ungewöhnliche Ansicht und für so manchen Mitteleuropäer werden die Züge, die mitten durch die bewohnbaren schmalen Gassen fahren, zum Highlight der Reise.

Zugverkehr in Singapur

Der Stadtstaat Singapur verfügt über keine eigene Bahn, dafür aber eines der modernsten U-Bahn Netze (MRT) der Welt. Die einzige internationale Bahnverbindung besteht zu Malaysia und wird von Malayan Railways (KTM) bedient. Auf der Strecke Sin­gapur – Kuala Lumpur sind täglich mehrere bequeme und schnelle Intercity-Züge verfügbar. Eine Fahrt dauert abhängig von dem Zug etwa 6-8 Stunden.

Malaysische Bahn

Die Malaysische Bahn bietet den Reisenden zwei spannende Routen entlang der Westküste der Halbinsel, die sich leicht mit Thailand verbinden lässt und durch die dschungelbewachsene Innere des Landes bis zur Ostküste (die so genannte Jungle Railway).

Touristen müssen damit rechnen, dass es vor allem während der Regenzeit zu Abweichungen bei den Abfahrts- und An­kunftszeiten kommen kann. Die Züge haben oft eine lange Ver­spätung oder fahren sogar ein paar Stunden früher ab!

Malaysische Züge mit Sitzplätzen

In den malaysischen Zügen gibt es Wagons der folgenden Preisklassen (Sitzplatz Intercity):

Premier: klimatisiert, komfortable 3 Sitzplätze in einer Reihe.
Superior: klimatisiert, 4 verstellbare Sitzplätze in einer Reihe.
Economy: klimatisiert, 4 nicht regulierbare Sitzplätze in einer Reihe.

Malaysische Schlafzüge

Malaysische Züge mit Schlafwagen bieten dagegen nur zwei Wagonkategorien an:

1. Klasse – Premier class in Malaysia

Waggons der 1. Kl. sind für diejenigen geeignet, die schließba­re Abteile bevorzugen. Die Abteile sind klimatisiert, je mit ei­nem Waschbecken. Toiletten befinden sich am Ende des Wagg­ons. Alleinreisende haben die Möglichkeit, beide Betten zu reservieren und das ganze Abteil zur Alleinnutzung zu ha­ben. Bettwäsche, Handtücher und Pflegeprodukte sind vorhan­den.

2. Klasse – Superior class in Malaysia

Ähnlich wie die Thailändische bietet auch die Malaysische Bahn offene Abteile der 2. Kl. mit Betten entlang des Korridors. Der einzige Unterschied ist hier, dass auch obere Betten ihr ei­genes Fenster haben. Auch hier, wie in thailändischen Zügen, sind die unteren Betten viel breiter als die oberen (die Länge beträgt jeweils ca. 188 cm). Bettwäsche und Pflegeprodukte werden zur Verfügung gestellt.

Zugverbindungen in Thailand

Bahnlinien in Thailand

Es gibt in Thailand insgesamt vier Bahnlinien: die Nordlinie, die Südlinie, die Ostlinie und die Nord-Ostlinie. Alle vier führen nach Bangkok.

Züge in Thailand

Ordinary Train in Thailand

Ältere und etwas langsamere Züge, in denen nur Sitzplätze der 3. und der 2. Klasse verfügbar sind.

Rapid Train in Thailand

Auf längeren Strecken verkehrende Züge, in denen oft (aber nicht immer) Schlafplätze angeboten werden, Restaurantwagen mit sehr günstigen lokalen Speisen.

Express Train in Thailand

Klimatisierte Züge mit Schlafplätzen, die auf langen Strecken fahren, 3. Klasse ist nicht verfügbar, Restaurantwagen mit in­ternationalen Delikatessen.

Special Express Train in Thailand

Klimatisierte Züge mit Schafplätzen, 3. Klasse ist nicht verfüg­bar, Restaurantwagen mit internationalen Delikatessen.

Thailändische Schlafzüge

Wagons der 1. Klasse in Thailand

Es gibt in der Regel nur einen Wagon der 1. Klasse pro Zug und die Tickets sind sehr oft bereits einen Monat vor der Ab­fahrt ausverkauft. Die Wagen sind modern eingerichtet und klimatisiert. Die ab­schließbaren 2-Bett-Abteile verfügen über einen Waschbecken, Privatsphäre wird durch einen Vorhang geschützt. Je zwei Ab­teile sind mit einer Tür miteinander verbunden. Die übereinan­der liegenden Betten können tagsüber zu einer Kunstledersofa umgewandelt werden. In der Regel ist am Ende jedes Wagg­ons eine „ europäische“ Toilette und eine Dusche mit kaltem Wasser vorhanden. Vor dem kalten Wasser soll man nicht er­schrecken, da es bei diesen Temperaturen optimal ist. Auf manchen populären Strecken wird das Essen nicht nur im Restaurantwagen angeboten. Die Stewards/Stewardess neh­men gerne Bestellungen der Passagiere an und bringen das Essen direkt ins Abteil.

Wagons der 2. Klasse in Thailand

2. Klasse bedeutet offene Abteile mit Bettenreihen dem Gang entlang. Für etwas mehr Privatsphäre werden in der Nacht bei jedem Bett Vorhänge gezogen. Diese Wagons sind für all dieje­nigen empfehlenswert, die gerne mit den Einheimischen in Kontakt kommen und mit ihnen zusammen reisen. Tagsüber werden die Betten in jeweils zwei Sitze umgewandelt. Die Betten sind etwa 1,88 m lang, größere Menschen sollen am besten die unteren Plätze buchen, da diese etwas breiter sind. Bettwäsche wird bereitgestellt. Am Ende jedes Wagons befindet sich ein Waschraum mit Waschbecken und zwei Toilet­ten: einer Hocktoilette und einer Sitztoilette. Nicht alle Wagons der 2. Klasse sind klimatisiert. In den nicht klimatisierten Wagons kann man aber die Fenster öffnen, so dass die Fahrt doch angenehm ist.

Wagons der 3. Klasse in Thailand

Wagons der 3. Klasse mit Sitzplätzen auf hölzernen Bänken sind in den Schlafzügen auf längeren Strecken nicht verfügbar. Diese werden nur auf kurzen Strecken, wie z.B. von Bangkok nach Kanchaburi angeboten.

Bahnreisen in Burma/Birma/Myanmar

Das Land besitzt ein 5000 Kilometer langes und aus der Kolo­nialzeit stammendes Eisenbahnnetz. Die Züge sind nicht mo­dernisiert und ziemlich langsam. Das langsame Reisen wird mit einzigartigen Landschaften und herzlichen Bekanntschaften mit den einheimischen Fahrgästen belohnt.

Wagons in Burma/Birma/Myanmar

Ordinary class seats in Birma

Sitzplätze / einfache Holzsitze. In der Regel sind die Abteile überfüllt. Diese Klasse ist in allen Zügen verfügbar.

First class in Birma

Sitzplätze / Holzsitze mit gepolstertem Sitzteil. Diese Klasse ist nicht in allen Zügen verfügbar.

Upper class seats in Birma

Komfortable Sitzplätze. Die Klasse ist in allen Zügen verfügbar.

Standard sleeper in Birma

Abschließbare 4- oder 2-Bett-Abteile. Bettwäsche wird zur Ver­fügung gestellt. Waschbecken und Toiletten befinden sich am Ende jedes Waggons. Diese Klasse wird auf den Strecken Yan­gon - Mandalay, Yangon - Bagan und Mandalay - Myitkyina angeboten.

Special sleeper in Birma

Abschließbare Abteile für maximal 4 Personen. Es sind separa­te Abteile mit sehr viel Privatsphäre (separater Eingang, Toilet­te, Wohn- und Schlafbereich), die gar keinen Kontakt mit dem Rest des Zuges bieten, so dass man mit den Einheimischen kaum Kontakt hat. Wasser und frische Bettwäsche werden be­reitgestellt. Abteile dieser Art werden meistens nur auf der Strecke Yangon - Mandalay angeboten.

Ist frühe Fahrkartenreservierung in Südostasien notwendig?

Alle Personen, die ihren Urlaub nicht flexibel, spontan gestalten und verlängern können, sollen die Fahrkarten unbedingt im Voraus reservieren lassen, um sich gute Plätze zu sichern. Auch größere Gruppen (ab 4 Personen) sollten so früh, wie möglich die Bahnfahrkarten buchen, damit die Plätze für die Gruppe möglichst nebeneinander gebucht werden können.

Die Strecke Bangkok – Butterworth – Kuala Lumpur – Singapur und umgekehrt ist von Touristen sehr beliebt, was auch zu schnellem Ausverkauf der Fahrkarten für die Linienzüge führt.

Bahntickets für die Züge in Thailand können 60 Tage vor der Abreise erworben werden. Fahrkarten der Malaysischen Bahn kommen erst 30 Tage vor der Abreise in Verkauf. Da der Stadt­staat Singapur über keine eigene Bahn verfügt, gelten auch für alle Fahrkarten ab Singapur die Regeln der Malaysischen Bahn. Schlafplätze in birmanischen Zügen müssen unbe­dingt vorher reserviert werden. Fahrkarten für Sitzplätze kön­nen auch vor Ort ca. 2-3 Tage vor der Reise gekauft werden.

Bei Fahrkartenbuchung vor Ort muss in jedem Land der Reise­pass vorgezeigt werden. Bei Buchung bei uns reicht eine Pass­kopie.

Die beste Reisezeit nach Südostasien

Tropisches Klima in Südostasien

Das Klima in Südostasien ist im überwiegenden Teil tropisch und feucht. Nur in Myanmar und im Norden Thailands gibt es Trockenzeiten zwischen Januar und April/Mai, in denen es ein­fach sehr heiß werden kann (bis deutlich über 40 Grad Celsius). Die Temperaturschwankungen sind im tropischen Kli­ma nicht so groß wie man es in Europa gewöhnt ist. Auch in der Nacht kühlt es nicht merklich ab. Zu überlegen sind daher Zim­mer mit Klimaanlage sowie die Wahl klimatisierter Züge.

Auch wenn diese Region auf den ersten Blick homogen scheint, sind aber die klimatischen Bedingungen zwischen den einzelnen Ländern (teilweise auch innerhalb eines Landes!) oft von Ort zu Ort sehr verschieden. Es ist daher zu raten, sich über seinen Reisezeitraum in Südostasien rechtzeitig und aus­führlich zu informieren.

Die Regenzeit in Südostasien

Die Besonderheit vom tropischen Klima ist die Regenzeit. In Myanmar ist die Regenzeit zwischen Mai und Oktober, in Ma­laysia zwischen Oktober und Dezember, in Singapur von No­vember bis Dezember (plötzliche Gewitter gehören hier aber zur Tagesordnung auch zwischen Juni und August). In dem großen Land Thailand fällt die Regenzeit sehr unterschiedlich aus, in Bangkok z.B. zwischen Juni und Oktober.

In Vietnam ist es komplizierter: das Land lässt sich grob in drei Klimazonen unterteilen, die auch unterschiedliche Regenpha­sen haben. Das typische Tropenklima gilt nur für den Süden von Vietnam, wo es zwischen Mai und Oktober zu Regen­schauern kommt. Die Gefahr von Taifunen besteht jedoch bis spät im November. Im Norden des Landes, darunter in Hanoi fällt der Regen sowohl im Winter als auch im Sommer, im Win­ter ist ist es allerdings noch zusätzlich etwas kühler.

Doch die Regenzeit in Südostasien hat als Nebensaison auch nicht wenige Vorteile gegenüber der trockenen Hochsaison und ist keinesfalls mit unserem europäischen kalten und dunklen Herbst und Winter zu vergleichen. Die schweren Tropenschau­er gehen dort nur ein- bis zweimal täglich nieder, der Rest des Tages ist meist heiter oder leicht bewölkt. Dauerregen kommt nur selten bis nie vor. Und selbst wenn es einmal dauerregnen sollte, so ist das Klima immer lauwarm und angenehm, sodass man Regenjacke, feste Schuhe und lange Hose ruhig daheim lassen kann. Auch ein Regenschirm nützt hier wenig, da, wenn es einen richtigen Monsunregenschauer gibt, selbst der beste Regenschirm und die tollste Regenjacke keinen wirklichen Schutz bieten. Das beste ist dann, sich einen sicheren Unter­schlupf zu suchen und abzuwarten, bis das Spektakel vorüber ist.

Die Regenzeit bringt auch ein paar spürbare Vorteile:

  1. Flüge nach Südostasien sind in der Regenzeit günstiger.
  2. Unterkunft, Verpflegung vor Ort usw. sind preiswerter.
  3. Das Landschaftsbild ist vielfältiger in der Regenzeit.
  4. Es gibt deutlich weniger Touristen, was freie Strände, keine überlaufenden Unterkünfte und Touristenattraktionen zur Folge hat.
  5. Es kann durchaus erfrischend sein, einmal frischen Regen auf der Haut zu spüren.

Allerdings muss man beachten, dass in den Sommermonaten die Gefahr tropischer Wirbelstürme besteht. Eine Reise in den Monaten Juni, Juli und August ist daher eher zu meiden.

Einen bedeutsamen Nachteil bringt die Regenzeit auch für Bahnreisende, da es während der besonders heftigen Regen­fälle zu vielen und langen Zugverspätungen kommt.

Optimale Reisezeit nach Südostasien

Dank ihrem tropischen Klima werden Vietnam, Singapur, Malaysia, Thai­land und Myanmar über das ganze Jahr besucht. Die hohen Temperaturen und die Regenzeit werden allerdings von Euro­päern nicht immer als angenehm empfunden. Die beste Reise­zeit ist daher für diese Personen das europäische Winterhalb­jahr, besonders die etwas kühlere Trockenzeit zwischen De­zember und März. Man muss jedoch berücksichtigen, dass die hohe Luftfeuchtigkeit nie ganz nachlässt und dass dann auch fast alle Touristen fahren. Lediglich für die Südostküste von Thailand und für die Ostküste von Malaysia ist die tatsächliche Sommerzeit von Juni bis Au­gust zu empfehlen.

Zeitzonen in Südostasien

  • Singapur: + 7 Stunden zu Berlin
  • Malaysia: + 7 Stunden zu Berlin
  • Vietnam: + 6 Stunden zu Berlin
  • Thailand: + 6 Stunden zu Berlin
  • Birma/Myanmar: + 5,5 Stunden zu Berlin

In keinem der Länder erfolgt die Umstellung auf Sommerzeit.

Achtung: Wegen Zeitunterschied von i.d.R. 1 Stunde zwischen fast allen Ländern in Südostasien sollte man sich beim Kauf ei­ner Bus- oder Zugfahrkarte unbedingt vergewissern, welche Uhrzeit als Abfahrtszeit gemeint ist.

Südostasien – Visa und Formalitäten

Einreisebestimmungen für Vietnam

Für einen Aufenthalt bis 15 Tagen brauchen deutsche Staats­bürger, vorläufig bis zum 30.06.2016 kein Visum mehr. Es müs­sen dabei folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Die Einreise erfolgt nicht früher als 30 Tage nach der letzten Ausreise aus Vietnam (es ist zu empfehlen, ein Rück- oder Weiterreiseticket dabei zu haben).
  2. Der Reisepass ist mindestens 6 Monate über den Ausreise­datum gültig.

Für einen Aufenthalt zu touristischen Zwecken über 15 Tage bis maximal 30 Tagen sowie für zwei- oder mehrfache Einrei­sen nach Vietnam muss ein Touristenvisum beantragt werden.

Es besteht Registrierungspflicht in Vietnam, diese wird jedoch meist vom Hotel übernommen.

Einreisebestimmungen für Singapur

Deutsche Staatsangehörige sowie die Staatsbürger anderer EU-Länder erhalten bei Einreise in Singapur eine Aufenthalts­genehmigung (einen Sichtvermerk im Reisepass) für bis zu 90 Tage Aufenthalt. Die Genehmigung ist kostenlos, eine Verlän­gerung vor Ort kostet dagegen 40 Singapur Dolar (ca. 27 EUR).

Einreisebestimmungen für Malaysia

Deutsche Staatsbürger sowie Staatsangehörige anderer EU-Länder dürfen sich zu touristischen Zwecken bis 90 Tage ohne Visum in Malaysia aufhalten.

Einreisebestimmungen für Thailand

Für touristische Reisen bis 30 Tage benötigen deutsche Staats­bürger kein Visum. Voraussetzung ist allerdings bestätigte Ein- und Ausreise in Form einer gültigen und bestätigten Flug-, Bahn- oder Busticketreservierung, vor allem für die Rück- oder Weiterfahrt.

Einreisebestimmungen für Birma

Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Myan­mar ein gültiges Visum. Dieses ist in dem Konsulat in Berlin oder als e-Visum unter http://evisa.moip.gov.mm zu beantra­gen.

Touristen ist es während ihres Myanmar-Besuches erlaubt, ausschließlich in Hotels oder Guesthäusern zu übernachten. Die Bearbeitung eines Visums für Myanmar dauert etwa zwei Wochen. Die Konsulargebühr beträgt z.Z. 25 EUR.

Achtung – sogar in die Länder, für die kein Visum für die Ein­reise erforderlich ist, ist es zwingend notwendig, genügend freie Seiten im Pass zu haben (ohne Stempel und sonstige Ein­träge) – es muss pro Land/Visum mindestens eine freie Seite im Pass zur Verfügung stehen. Weiterhin muss der Pass min­destens 6 Monate über das jeweilige Ausreisedatum gültig sein.

Südostasien – Reisetipps

Bekleidung für das tropische Klima

Für das tropische Klima sind leichte, natürliche Stoffe am bes­ten geeignet. Für klimatisierte Räume, die in Südostasien nicht unüblich sind, kann man allerdings aber auch einen Pullover oder eine Jacke gut gebrauchen. Unbedingt notwendig ist auch ein Regenschutz, da es in manchen Gebieten (z. B. in Singa­pur) nahezu täglich nachmittags wolkenbruchartig regnet. Nützlich sind Geldgürtel, Sonnenhut und -brille, Reisewecker, Ohrstöpsel, Fernglas sowie Steckdosenadapter.

Gesundheit im tropischen Klima

Sie sollen immer eine Flasche Wasser parat haben! In wärme­ren Gegenden werden Sie einen höheren Flüssigkeitsbedarf haben, dies kann je nach körperlicher Anstrengung und Außen­temperatur bis zu 4 Liter Flüssigkeit mehr pro Tag bedeuten.

In die Reiseapotheke gehören vor allem: ein Desinfektionsmit­tel, Arzneimittel gegen Fieber und Schmerzen, Medikamente gegen Durchfall. Sonnenschutzmittel sollen in Ihrem Gepäck nicht fehlen. Auch Mückenschutzmittel ist in vielen Orten uner­lässlich.

Impfvorschriften für Südostasien

Bei Direkteinreise aus Deutschland in die Länder Südostasiens besteht keine Impfpflicht. Es ist jedoch ratsam, rechtzeitig vor der Reise den Arzt Ihres Vertrauens zu konsultieren, da in indi­viduellen Fällen eine Impfung notwendig oder zu empfehlen wäre. Empfohlen werden i.d.R. Tetanus, Polio und Diphtherie Impfungen bzw. die Auffrischung dieser Impfungen. Normaler­weise erfolgt die Grundimmunisierung für alle drei Krankheiten im Kindesalter, es wird aber empfohlen die Impfungen aufzufri­schen, wenn die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zu­rückliegt. Darüber hinaus gibt es Empfehlungen für sogenannte Indikationsimpfungen, die nur bei besonderen Gefahren erfor­derlich sind. Hierzu zählen in erster Linie Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus und Gelbfieber.

Zollvorschriften und rechtliche Besonderheiten für Südostasien

Einfuhrverbote nach Singapur

Es gilt Einfuhrverbot von folgenden Waren: Waffen und Muniti­on (auch Spielzeugwaffen!); Zigaretten sollen alle verzollt wer­den (am besten bei der Kontrolle alle Packungen vorzeigen); Kaugummi, pornographische Artikel; Drogen und Rauschmittel (Verstoß gegen diese Vorschrift wird sogar mit Todesstrafe be­traft!); Produkte geschützter Pflanzen oder Tiere.

Mitnahme von Medikamenten für den persönlichen Gebrauch unterliegt besonderen Bestimmungen. Ob das vorgeschriebene Medikament in Singapur zugelassen wird, können Sie auf der Webseite der singapurischen Gesundheitsbehörde (Health Science Authoritys) überprüfen: www.hsa.gov.sg.

Achtung! Alle in Deutschland verschreibungspflichtigen Medi­kamente bedürfen einer vorherigen Anmeldepflicht. Formulare zur Anmeldung findet man auf der Homepage der SIN Bot­schaft in Deutschland. Teilweise gehören auch Medikamte, welche in EU nicht Rezeptpflichtig sind zu dieser strengen Re­gelung. Eigentlich weltweit bekannte Medikamente werden nicht zur Einfuhr zugelassen (Bluthochdruck, Schilddrüsenme­dikamente etc.). In letzter Zeit finden verstärkte Kontrollen statt, besonders wenn man aus Malaysia, oder anderen Nachbarlän­dern einreist.

Die Einfuhr von Zigaretten wird momentan in SIN sehr genau durchleuchtet, da die Einfuhr, auch von einzelnen Stücken mel­depflichtig ist. Eine angebrochene Schachtel mit 3 Zigaretten wäre dem Gesetz entsprechend meldepflichtig! Man darf ein­geführte Zigaretten auch deklarieren (0,17ct pro Stück ist der aktuelle Stand). Diese Prozedur dauert ca. 2 Stunden, da jede Packung geöffnet und jede einzelne Zigarette gestempelt wird.

Die Einfuhr ausländischer Devisen ist unbegrenzt gestattet. Es gibt jedoch eine Deklarationspflicht für mitgeführte Barmittel im Wert von SG Dollar 30.000 oder mehr bei der Ausreise.

Je 1 Liter Wein, Bier und Hochprozentiges zum persönlichen Gebrauch dürfen nach Singapur eingeführt werden. Über die Zollbesonderheiten in Singapur können Sie sich direkt auf der Seite des Singapurs-Zoll erkundigen: www.customs.go­v.sg.

In Singapur sind homosexuelle Handlungen zwischen Männern nach wie vor strafbar.

Rechtliche Besonderheiten und Zoll­vorschriften in Malaysia

Hinsichtlich der Einfuhr von Waren, des Transports von Tabak, Parfum und Alkohol entsprechen die malaysischen Zollvor­schriften der internationalen Standards. Die Touristen sollten sich aber darauf einstellen, dass bei der Einreise Ihre Finger­abdrücke genommen werden.

Das malaysische System ist den regulatorischen Vorschriften für Medizinprodukte in Singapur sehr ähnlich. Wer spezielle Medikamente benötigt, sollte sich im Zweifelsfall vorher mit den Zollbehörden Malaysias in Verbindung setzen (www.customs.­gov.my/en) und auf jeden Fall eine Bescheinigung des Arztes (am besten auf Englisch!) mitnehmen. Selbst der Besitz von geringen Mengen weicher Drogen wird in Malaysia hart bestraft. Es ist zu empfehlen, vor der Ein- und Ausreise das Gepäck zu überprüfen.

Baden „oben ohne“, sowie Nacktbaden sind gesetzlich verbo­ten und können Strafen nach sich ziehen. Auch homosexuelle Handlungen können mit bis zu 20 Jahren Gefängnis und Stock­schlägen bestraft werden.

Rechtliche Besonderheiten und Zoll­vorschriften in Thailand

Ausländische Währungen dürfen unbegrenzt eingeführt wer­den, Geldsummen über 20.000 Dollar müssen aber unbedingt deklariert werden.

Einfuhr von Drogen oder pornografischen Artikel wird sehr streng bestraft. Ausfuhr von bestimmten Leder- und Tierpro­dukten (Souvenirs aus Elfenbein, Krokodilleder oder Schlan­genhaut) ist nicht erlaubt.

Viele verschreibungspflichtige Medikamente gelten in Thailand als Drogen – es wird dringend empfohlen, eine offizielle unter­schriebene und abgestempelte Betätigung des verschreiben­den Arztes mitzuführen. Schon der Besitz geringer Rauschgift­mengen führt zu hohen Freiheitsstrafen.

Nacktbaden und auch Baden ohne Bikinioberteil sind verboten und können bestraft werden.

Es ist zu empfehlen, eine Fotokopie des Reisepasses, die die personenbezogenen Daten erhalten, sowie die Seite mit dem Visum immer dabei zu haben, da die Ausweiskontrollen sehr häufig sind.

Rechtliche Besonderheiten und Zoll­vorschriften in Myanmar

Der Einfuhrverbot gilt für Waffen und pornographische Materia­lien, aber auch für Spielkarten und Gegenstände, die die Staatsflagge Myanmars und/oder das Bildnis Buddhas oder birmanischen Pagoden zeigen. Auch Reiseführer mit Abbildun­gen von birmanischen Sehenswürdigkeiten (Buddhas, Pago­den) sind undenkbar.

Auch in Myanmar gilt der absolute Drogenverbot. Die Homose­xualität ist ebenso wie in Singapur und Malaysia strafbar.

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